für die Legislaturperiode 2026 – 2032
Beschlossen auf der Nominierungsversammlung am 19.11.2025.
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Die Wählerinnen und Wähler unterstützten vor sechs Jahren erneut Josef Heckl als Ersten Bürgermeister mit einem sehr guten Wahlergebnis. Die Bürgergemeinschaft Mammendorf konnte erneut deutlich das beste Ergebnis unter den Parteien und Wählergruppen erzielen. Das entgegengebrachte Vertrauen war für uns Ansporn, die Aufgaben und Herausforderungen bestmöglich und parteiunabhängig für unsere Bürgerinnen und Bürger zu lösen. Nun wollen wir mit Josef Heckl an der Spitze und seinem Team, bestehend aus erfahrenen Kommunalpolitikern und vielen jungen engagierten Persönlichkeiten, die erfolgreiche Arbeit kompetent und engagiert zum Wohle Mammendorfs fortsetzen. Unser Slogan für die anstehende Legislaturperiode lautet: Verantwortung übernehmen – Mammendorf gestalten.
Zu Beginn der Legislaturperiode wurde die Erschließung für das Baugebiet „Mammendorf Süd“ umgesetzt. Auf den Grundsatz des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden haben wir mit einer etwas dichteren Bebauung reagiert.
Um den Wünschen nach Bauland und den Wohnbedürfnissen im Gemeindegebiet von Mammendorf nachzukommen sowie die Eigentumsbildung weiter Kreise der Bevölkerung zu ermöglichen, ist es der Gemeinde gelungen, im Bereich nordöstlich des Ortsteils Nannhofen Grundstücksteilflächen zu erwerben.
Die betreffenden Flächen sind in der „Räumlichen Entwicklungsstrategie/RES“ des Landkreises Fürstenfeldbruck als Potentialflächen „Wohnen“ ausgewiesen. Zudem liegen die Flächen verkehrsgünstig nahe dem Bahnhof Nannhofen. Eine Baulandausweisung bietet sich an dieser Stelle aus ortsplanerischen Gründen an.
Zusammen mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München wurde ein Planungswettbewerb durchgeführt und ein Planungsbüro ausgewählt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Interessen der Gemeinde und die Vorstellungen der potenziellen Investoren zu weit auseinander liegen. Deshalb wird derzeit ein neues Planungskonzept ausgearbeitet. Wir setzen uns für eine große Vielfalt der Wohnformen in den Wohnquartieren ein. Neben der klassischen Einzel- und Doppelhausbebauung sollen auch Mehrspänner und Geschosswohnungsbau oder alternative Wohnformen möglich sein. In dem lebenswerten Ortsteil Nannhofen fand in den letzten Jahrzehnten kaum eine bauliche Entwicklung statt. Deshalb stellt ein Baugebiet mit rd. 28.650 m² eine Zäsur mit Chancen und Risiken dar. Deshalb setzen wir auf eine qualitativ hochwertige Bebauung mit attraktiver Freiraumgestaltung. Die Haupterschließung soll über die Anbindung der Schloßbergstraße erfolgen.
Generell gilt das Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. Die Nutzung der vorhandenen Grundstücke innerorts und die Aktivierung leerstehender Gebäude muss zwar forciert werden, dabei darf jedoch die Lebensqualität durch immer dichtere Bebauung nicht verloren gehen. Beispielsweise müssen entsprechende Grünzüge vorhanden bleiben und öffentliche Freiräume im Ortszentrum.
Wir begrüßen grundsätzlich Erleichterungen für Bauwerber durch die sogenannten Modernisierungsgesetze im Zuge der Novellierung der Bayerischen Bauordnung. Auch die Änderung des Baugesetzbuches mit der Möglichkeit des sogenannten „Bauturbos““ sehen wir als Chance, um Bauvorhaben deutlich schneller umzusetzen. Entscheidend für uns ist, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde bleibt.
Wir wollen Mammendorf, das Zentrum des nordwestlichen Landkreises, weiterhin behutsam entwickeln und dabei jungen Familien ermöglichen im Ort Eigentum zu bilden. Dabei wollen wir beim neuen Baugebiet in Nannhofen verschiedene Wohnformen und die Instrumente der sozialgerechten Bodennutzung prüfen.
Auf Initiative der Bürgergemeinschaft hat sich die Gemeinde Mammendorf am Bundesstädtebauförderprogramm „soziale Stadt“ beteiligt. Dabei wurde ein sogenanntes „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept/ISEK“ erstellt. Im Ortskern zwischen den beiden Kirchen wurden u. a. die Themenfelder Mobilität, Ortsstruktur, Grünflächen, Wohnen und Einkaufen untersucht. Wichtiger Bestandteil ist dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen weiterhin die Möglichkeiten des ISEK nutzen und die Chance ergreifen, die Ortsmitte zu stärken und die innerörtlichen Grünflächen aufzuwerten. Wir wollen die Eigentümer im Untersuchungsgebiet ermutigen und unterstützen, mit geeigneten Maßnahmen den Charakter der Ortschaft zu bewahren.
Als erste Maßnahme der Städtebauförderung wurde im Zuge des Rathausanbaus ein multifunktionaler Dorfplatz mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Er wird bereits für Märkte, Kulturveranstaltungen und Empfänge genutzt. Wegen der unter dem Dorfplatz befindlichen Tiefgarage war die Bepflanzung mit großgewachsenen Gehölzen leider nicht möglich. Die Sitzgelegenheiten wurden in bepflanzten Hochbeeten integriert. Ein zentrales Element ist die Brunnenanlage mit Fontänendüsen. Einige in der Öffentlichkeitsveranstaltung vorgebrachte Anregungen der Bürgerinnen und Bürger konnten umgesetzt werden.
Als weitere konkrete Maßnahme verfolgen wir das Ziel, den Kirchplatz wieder mit mehr Leben zu füllen. Auf dem Platz soll außerdem eine öffentliche und barrierefreie Toilette gebaut werden.
Die Zahl der Mammendorfer, die zu ihrer Arbeitsstelle pendeln müssen, ist nach wie vor sehr hoch. In der Ahornstraße wurde das Gewerbegebiet erweitert und in der Nassenhausener Straße die Gewerbefläche um eine Lagerfläche vergrößert. Nun ist es der Gemeinde auch gelungen, rd. 29.000 m² für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Kugelbichl“ zu erwerben. Vor allem einheimische Betriebe wünschen sich die Möglichkeit ihre Produktionsstätten zu erweitern oder zu verlegen. Ziel muss es sein, die Arbeitsplatzsituation im Ort noch weiter zu verbessern. Um auch die Einnahmesituation bei der Gewerbesteuer zu stärken, setzen wir uns für eine zusätzliche Erweiterung des Gewerbegebiets „Kugelbichl“ im Süden ein.
Nach intensiven Bemühungen hat sich die Telekom bereit erklärt, die Breitbandversorgung im Hauptort und im Gewerbegebiet eigenwirtschaftlich umzusetzen. Leider mussten nun deutliche Verzögerungen hingenommen werden. Zumindest im Gewerbegebiet „Kugelbichl“ und in der Oskar-von-Miller-Straße wurde nun Glasfaser verlegt. Wir setzen uns auch weiterhin für den schnellstmöglichen Glasfaserausbau im gesamten Gemeindegebiet ein. Sollte ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch keine Firma möglich sein, ist die Bewerbung um ein weiteres Förderprogramm zur Umsetzung notwendig. Die Pandemie hat deutlich aufgezeigt, dass wegen des Ausbaus der Heimarbeit, auch in Wohnbaugebieten flächendeckend Glasfaser notwendig ist und selbstverständlich sein muss.
Wir sind nach wie vor ein von der Landwirtschaft geprägter Ort. Wir unterstützen auch weiterhin die Landwirte, um die Herausforderungen des strukturellen Wandels zu meistern. Gerade bei Investitionen in erneuerbare Energien ist eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten notwendig. Hier heißt es, die Entwicklung zu verfolgen und für unsere Gemeinde und die Landwirte das Sinnvollste umzusetzen.
Die Gemeinde beteiligt sich, mit Unterstützung durch den Bund Naturschutz, am Projekt „Brucker Land blüht auf“, einer Initiative des Brucker Forums und der Solidargemeinschaft Brucker Land. Bisher entstanden vier Flächen mit bereits beeindruckenden Ergebnissen, weitere sollen hinzukommen. Wir wollen auch weiterhin die örtliche Projektgruppe für Nach- und Neupflanzungen von Bäumen an öffentlichen Stellen unterstützen. Wir sehen jedoch die Erhaltung der Biodiversität als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Um unsere Ausgleichsflächen und Naturdenkmäler zu pflegen, wollen wir eng mit dem Bund Naturschutz, dem Landschaftspflegeverband und dem Maschinenring zusammenarbeiten. Wir unterstützen den Obst- und Gartenbauverein bei der Initiative von neuen Patenschaften bei den Streuobstwiesen und gemeindlichen Bauminseln.
Die Bestandsaufnahme der europäischen Wasserrahmenrichtlinie bescheinigt der Maisach einen Schwachpunkt bei der Durchgängigkeit. Somit sind Fischwanderungen nur sehr eingeschränkt möglich. In diesem Zustand kann kein guter ökologischer Zustand erreicht werden. Wir wollen deshalb die Verlegung der Maisach bei der Furtmühle unterstützen und auch eine Durchlässigkeit der Maisach beim E-Werk in Nannhofen erzielen. Im Bereich Gewässerpflegeplan sollen durch gezielte Grundstückskäufe Renaturierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Wir setzen jeweils auf freiwillige Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und nicht auf Zwang. Auch der Landschaftspflegeplan soll auf freiwilliger Basis mit den Eigentümern umgesetzt werden.
In den letzten Jahren haben sich Hochwasser- und Starkregenereignisse gehäuft. Wir unterstützen die Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes und eine Aktualisierung des Überschwemmungsgebiets. Grundlage hierfür ist der durchgeführte Hochwassercheck durch das Wasserwirtschaftsamt. Die örtlich erworbenen Erkenntnisse durch die Feuerwehr bei Naturereignissen sollen sich in den Untersuchungen wiederfinden.
Als Nachfolgegesellschaft des Energiewendevereins des Landkreises „ZIEL 21“ wollen wir auch mit der Energieagentur KLIMA³ der Landkreise Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg konstruktiv zusammenarbeiten. Wir wollen unseren Beitrag für die Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 leisten.
Dabei setzen wir auf einen verträglichen Energie-Mix aus erneuerbaren Energien. Mit den beiden Biogasanlagen beim Betrieb Neheider und im Ortsteil Egg, der Windkraftanlage im Süden des Ortes und den inzwischen vier Freiflächenphotovoltaikanlagen gelingt uns dies recht gut. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist beim Ausbau der Windenergie deutliche Dynamik entstanden. Der Freistaat muss in den einzelnen Planungsregionen bis Ende 2027 1,1 % und bis Ende 2032 insgesamt 1,8 % der Gesamtfläche als Windenergiefläche ausweisen. Wir wollten diesen Prozess beschleunigen und haben die gesetzliche Möglichkeit genutzt, einen sachlichen Teilflächennutzungsplan für die Windkraft zu erstellen. Im Süden wurden drei größere Konzentrationsflächen und im Norden zwei kleinere Konzentrationsflächen festgelegt. Der Feststellungsbeschluss erfolgte Ende 2023. Dieses Engagement hat sich gelohnt, denn nun liegt der Genehmigungsbescheid für drei weitere Windkraftanlagen im Südosten des Gemeindegebiets vor. Diese werden bis 2028 mit einer Nabenhöhe von 162 m errichtet. Die Bürgergemeinschaft setzt sich für die Möglichkeit einer echten Bürgerbeteiligung ein. Zusammen mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck wollen wir einen regionalen Beitrag für die Energiewende leisten. Gleichzeitig nehmen wir die Netz- und Energieversorger beim Ausbau der Umspannwerke in die Pflicht. Bei neuen Windkraftanlagen muss außerdem in Stromspeicher investiert werden. Die dezentrale Energieversorgung sehen wir sowohl als Herausforderung als auch als Chance und wir werden hierzu auch neue Wege gehen. Wir setzen uns für ein Konzept für den Bau von Batteriespeichern im Ortsnetz ein. Das stärkt die Netzstabilität und ermöglicht die Integration zusätzlicher erneuerbarer Energien. Die privaten Anlagen werden dadurch seltener abgeschaltet.
Wir unterstützen die Gründung eines Regionalwerks mit Gemeinden aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau. Ziel ist es, der Rekommunalisierung der Energie- und Stromnetze ein Stück näher zu kommen. Wir erhoffen uns, mit dem Regionalwerk sinnvolle Nahwärmekonzepte mit dem Instrument der „kommunalen Wärmeplanung“ zu entwickeln und wenn möglich auch umzusetzen.
Auf den meisten Dächern der Gemeindegebäude ist bereits Photovoltaik angebracht. In letzter Zeit wurden auf den Dächern des Wasserwerks und der Kläranlagengebäuden PV-Anlagen angebracht. Wir bekennen uns klar zur Energiewende, möchten diese aber weiter mit Augenmaß begleiten, um Einschränkungen und Beeinträchtigungen durch Verkehr, Optik, Lärm und andere Immissionen gering zu halten. Derzeit wollen wir keine weiteren Freiflächenphotovoltaikanlagen außerhalb der privilegierten Flächen aktiv durch Bauleitplanung unterstützen. Privilegiert sind derzeit u. a. Anlagen mit bis zu 200 m Entfernung von der Bahn und sogenannte Agri-PV-Anlagen mit einer Größe bis zu 2,5 Hektar.
Neben der Energiegewinnung steht natürlich auch die Energieeinsparung im Mittelpunkt. Als Grundlage hilft uns die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises, an dem sich die Gemeinde beteiligt hat und der vom Landkreis erstellte Energienutzungsplan. Vor allem durch energetische Sanierungen der Gemeindegebäude entsteht ein enormes Einsparpotenzial.
Neben der E-Ladesäule am Bürgerhaus sind nun weitere Ladesäulen am Kirchplatz und am Haus der Begegnung entstanden. Um die E-Ladeinfrastruktur weiter auszubauen, können wir uns noch eine Schnelladesäule beim Parkplatz an der neuen Sporthalle vorstellen.
In den letzten Jahren hat sich das Angebot von Regionalzughalten in Mammendorf, Haspelmoor und Althegnenberg weiter verbessert. Trotzdem wurde der im Zuge des viergleisigen Ausbaus (Fertigstellung 2011) versprochene Stundentakt noch immer nicht erreicht. Um spürbare Veränderungen im Mobilitätsverhalten zu erzielen, wird dies aber notwendig sein. Deshalb unterstützen wir auch weiterhin den Verkehrsausschuss der nordwestlichen Landkreisgemeinden bei den hartnäckigen Bemühungen um Taktverbesserungen. Wir lehnen mögliche Einschränkungen oder gar Verschlechterungen beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) aufgrund von Prestigeprojekten im Fernverkehr wie „Stuttgart 21“ entschieden ab. Wir wehren uns gegen die Einführung einer Express-S-Bahn nach Fertigstellung der zweiten Stammstrecke. Nach aktuellem Planungsstand würde Mammendorf als Regionalzughaltestelle komplett entfallen. Die Zuganzahl würde sich dort von derzeit vier (3 Mal S-Bahn, 1 Mal Regionalzug) auf nur zwei Express-S-Bahnen pro Stunde reduzieren, eine davon weiter nach Augsburg mit Halt in Haspelmoor und Althegnenberg. Gleichzeitig würde sich die Fahrzeit nach München fast verdoppeln.
Die Parkplätze am Bahnhof sind noch ausreichend. Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten. Am Bahnhof wollen wir eine Fahrradbox errichten. Damit soll das Abstellen von E-Bikes oder teureren Fahrrädern ermöglicht werden.
Positiv sehen wir die Entwicklung des ÖPNV. So wurden Verbesserungen beim Ruf-Taxi des Landkreises erzielt und das Bussystem weiter ausgebaut. In Mammendorf profitieren wir überwiegend von der Tarifreform des MVV. Die neue Buslinie von Mammendorf über den Freizeitpark nach Eitelsried und weiter bis nach Geltendorf sehen wir positiv. In Eitelsried wurden deshalb neue Bushaltestellen errichtet. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten setzen wir uns für weitere Buswartehäuschen und den barrierefreien Ausbau der Haltestellen ein. Wir sind offen für neue Mobilitätskonzepte wie das MVG-Fahrrad und Car-Sharing, beobachten aber kritisch die Resonanz und Frequentierung sowie die damit verbundenen Unterhaltskosten.
Durch den Neubau des viergruppigen Kinderhauses Sonnenschein im Baugebiet „Mammendorf Süd“ stehen ausreichend Betreuungsplätze für die nächsten Jahre zur Verfügung. Bei Bedarf steht eine geeignete Gemeindefläche beim Kindergarten in der Pestalozzistraße zur Verfügung. Wir unterstützen alternative Erziehungskonzepte wie Montessori oder die Integration behinderter Kinder (Inklusion). Das Vorschulangebot und die Heilpädagogik konnten ausgebaut werden. In diesem sehr fordernden Berufsfeld wollen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gezielte Fortbildungsmöglichkeiten und einem Anstellungsschlüssel über den gesetzlichen Vorgaben auch weiterhin motivieren.
Kinderspielplätze in unserem Ort sollen durch gezielte Maßnahmen stets attraktiv gehalten werden.
Auf dem gemeindlichen Grundstück zwischen Kreuzstraße und Ronbergerweg konnte ein Projekt über das „Kommunale Wohnraumförderprogramm (KommWFP)“ mit insgesamt neun Wohnungen umgesetzt werden. Die neugegründete Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (WBG) hat im Landkreis nun einige Projekte umgesetzt. Bei passenden Rahmenbedingungen wäre auch in Mammendorf die Schaffung von neuem Wohnraum durch die WBG wünschenswert.
Unsere sozialen Institutionen setzen sich im Ort für Zusammenhalt, Gleichberechtigung, Chancengleichheit und sozialen Frieden ein. Deshalb unterstützen wir gerne die Stiftung „EBMW – Ein bisschen mehr Wir und ein bisschen weniger Ich“, den Sozialfonds Mammendorf, den Helferkreis Asyl, den VdK-Ortsverband, den Weltladen sowie die Caritas-Sozialstation. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den örtlichen Religionsgemeinschaften wollen wir fortsetzen.
Wir sind stolz auf die Arbeit des Seniorenkreises und werden ihn weiterhin bei seinen Aktivitäten unterstützen. Entscheidungen, die die Ortsentwicklung betreffen, müssen weiterhin auf ältere Mitbürger ausgerichtet werden. Dabei wollen wir vor allem auf die Erkenntnisse der Städtebauförderung „soziale Stadt“ zurückgreifen. Der tägliche Bedarf der älteren Mitbürger muss gesichert sein (Hausärzte, Apotheke, Lebensmittel-geschäfte, Bankserviceleistungen, barrierefreies ÖPNV-Angebot).
Wir haben auf die Seniorenumfrage aus dem Jahr 2013 reagiert und uns mit dem fehlenden Betreuungsangebot für Seniorinnen und Senioren intensiv beschäftigt. Wir konnten nun im Baugebiet „Mammendorf Süd“, direkt hinter der Sparkasse, ein zentrales Grundstück zur Verfügung stellen, um dort mit Hilfe eines erfahrenen Investors eine Seniorenwohneinrichtung zu bauen. Dieses attraktive Gebäude mit öffentlichem Café bietet Platz für ca. 60 Seniorinnen und Senioren und wird hervorragend angenommen. Integriert sind auch eine Tagespflege, eine Servicestation und ein ambulanter Pflegedienst. Selbstverständlich sind alle Zimmer barrierefrei. Die Diakonie ist als Betreiber ein kompetenter Partner. Wir sind auch weiterhin aufgeschlossen für innovative seniorengerechte oder generationenübergreifende Wohnprojekte, um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern im Ort ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen.
Zum Schuljahr 2014/2015 wurden die Gemeinden Althegnenberg, Hattenhofen, Mittelstetten und Oberschweinbach in den Mittelschulverband Mammendorf aufgenommen. Der Schulverband ist damit deckungsgleich mit der VG Mammendorf. Durch diese Maßnahme ist der Schulstandort langfristig gesichert. Somit kann auch weiterhin in Mammendorf der „Mittlere Schulabschluss“ erworben werden.
Durch das Konzept der offenen Ganztagsschule, welche vom Jugendcafé betrieben wird, können die Schülerinnen und Schüler in der Nachmittagsbetreuung gezielt gefördert werden. Sowohl bei der Nachmittagsbetreuung als auch bei der Anzahl der Klassenzimmer ist die Raumsituation unbefriedigend. Wir wollen nun das mit der Schulleitung abgestimmte Raumkonzept der Regierung vorlegen und die Engpässe durch einen Anbau beseitigen. Die Umsetzung kann jedoch nur vorbehaltlich einer gesicherten Finanzierung erfolgen.
Die Gemeinde und der Schulverband sind Mitglied beim Verein „Digitale Schule FFB“. Dieser wurde 2022 u. a. aufgrund der aufgezeigten Defizite beim digitalen Distanzunterricht während der Corona Pandemie gegründet. Der Verein unterstützt die Sachaufwandsträger im Digitalisierungsprozess bei der Beschaffung, beim Projektmanagement, beim Support, beim Abruf der Förderprogramme und bei Lehrerfortbildungen. Inzwischen sind wir bei unserem Schulzweig im Landkreis führend im Bereich der Digitalisierung. Wir wollen den Standard weiter verbessern und optimieren. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem Verein sollen weiterhin eng bleiben.
Auch nach sechzehn Jahren Betrieb sind wir weiterhin stolz auf unser Bürgerhaus. Mit der Wirtsfamilie haben wir einen Glücksgriff getan und wollen mit ihr noch viele Jahre erfolgreich zusammenarbeiten. In den letzten Jahren haben wir bereits entsprechend investiert um die Veranstaltungs- und Versammlungsstätte weiterhin attraktiv und technisch auf dem neuesten Stand zu halten.
Über das Sonderförderprogramm der Städtebauförderung „soziale Integration im Quartier“ konnte die alte Mädchenschule in der Klosterstraße zum „Haus der Begegnung“ saniert werden. Das Gebäude wurde brandschutztechnisch und energetisch ertüchtigt. Im Untergeschoss konnten Räume für den Verein Jugendcafé bereitgestellt werden. Mit diesen Möglichkeiten wollen wir das Angebot für die offene Jugendarbeit ausweiten. Auch der Gesangverein nutzt den Raum für die Chorproben. Für den Heimat- und Trachtenverein konnte das Erdgeschoss angeboten werden. Der Übungsraum steht auch der Volkshochschule zur Verfügung. Die Bücherei findet nun im Obergeschoss eine freundliche und angenehme Atmosphäre vor. Mit der attraktiven Raumgestaltung konnten nicht nur die Öffnungszeiten, sondern auch die Angebote der Bücherei ausgeweitet werden. Ungeachtet der gesellschaftlichen Veränderungen und der Digitalisierung wird unsere Bibliothek auch weiterhin sehr gut von Jung und Alt angenommen. Auf der Nordseite der Schule gibt es nun auch einen offenen Bücherschrank. Das Dachgeschoss nutzen weiterhin der Verein Bläserkreis Da Capo sowie das Musikinstitut Kiendl-App. Außerdem konnte eine neue Heimat für den Verein Weltladen gefunden werden. Durch den Bau eines Aufzugs auf der Nordseite, sind nun sämtliche Geschosse barrierefrei erreichbar.
Das Ferienprogramm ist seit Jahren fester Bestandteil des Dorflebens der jüngeren Generation. Wir setzen uns auch weiterhin für ein vielseitiges und anspruchsvolles Ferienangebot und für eine Ferienbetreuung ein.
Über die Städtebauförderung konnte das Ladengeschäft in der Münchner Straße 7 für die Volkshochschule saniert werden. Das Angebot für die Erwachsenenbildung konnte über die letzten Jahre enorm ausgebaut werden. In den letzten Jahren wurde die Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Maisach und Fürstenfeldbruck kontinuierlich ausgebaut. Dies gipfelte nun in eine Fusion zu einer gemeinnützigen GmbH. Die Geschäftsstelle bleibt dabei bestehen. Die Zukunft einer qualitativ hochwertigen Erwachsenenbildung in Mammendorf und Umgebung ist damit dauerhaft gesichert. Auch die katholische Erwachsenenbildungseinrichtung Brucker Forum wollen wir weiterhin unterstützen.
Durch die Städtebauförderung wäre grundsätzlich die Sanierung des früheren Lebensmittelgeschäfts „Schamberger“ möglich. Für die potenziellen Nutzergruppen konnten jedoch inzwischen alternative Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Auch das katholische Pfarrheim wurde ertüchtigt und steht wieder für Veranstaltungen und Vereine zur Verfügung. Momentan gibt es kein tragbares Nutzungskonzept. Deshalb macht eine Generalsanierung trotz attraktiver Förderung bei der momentanen finanziellen Situation keinen Sinn.
Das kulturelle Leben in unserer Gemeinde wird ganz wesentlich von unseren Vereinen geprägt. Das vielseitige Angebot kann dabei nur durch persönliches Engagement der vielen Ehrenamtlichen aufrechterhalten werden. Wir wollen die Blaskapellen, die Musikschulen, musikalische Gruppen und Chöre auch weiterhin unterstützen.
Vereine, wie der Heimat- und Trachtenverein, die Theatergemeinschaft, der Obst- und Gartenbauverein sollen als wichtige Stütze unseres Ortes bei all ihren Aktivitäten ein offenes Ohr vorfinden. Dem Kath. Burschenverein konnte eine Fläche „Am Hart“ zur Errichtung einer Lagerhalle zur Verfügung gestellt werden. Der Verein trägt seit vielen Jahrzehnten wesentlich zum Erfolg des kulturellen Zusammenlebens bei. Der jährliche Zuschuss für jugendliche Vereinsmitglieder aus Mammendorf wurde in den letzten Jahren bei 15 EUR je Person gehalten.
Nach gut 40 Jahren fand im Jahr 2024 das Volksfest leider zum letzten Mal statt. Die Rahmenbedingungen haben sich seit Ende der Pandemie extrem zum negativen entwickelt. Viele Gemeinde- und Vereinsveranstaltungen stellen das Fundament des kulturellen Lebens dar. Zu nennen sind hier die Faschingsveranstaltungen, das Maibaumfest des Kath. Burschenvereins, das Sommerfest der Feuerwehr, die Karibische Nacht der Wasserwacht, die musikalische Nacht, das Gartenfest des Kath. Burschenvereins, das Herbstfest des Heimat- und Trachtenvereins sowie der Christkindlmarkt. Wir wollen diese Veranstaltungen auch weiterhin unterstützen, um das kulturelle Leben und das Miteinander zu bereichern.
Wir freuen uns, dass die Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Brem-sur-Mer zum 20-jährigen Jubiläum der Vertragsunterzeichnung immer noch so lebendig ist wie im Jahr 2006. Wir wollen weiterhin diese Freundschaft pflegen und danken dem Freundeskreis für seine Unterstützung.
Unsere Sport- und Schützenvereine leisten wertvolle Jugendarbeit und bieten ein breitgefächertes Sportprogramm an. In den letzten Jahren unterstützte die Gemeinde den Sportverein bei der Instandhaltung und Schaffung neuer Infrastruktur.
Die Gemeinde hilft dem Sportverein bei der Pflege des Sportgeländes. Sollte der Sportverein einen Fußballplatz in einen Kunstrasenplatz umbauen wollen, werden wir dies im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde unterstützen. Dabei darf kein Mikroplastik verwendet werden.
Der Sportverein bietet zum großen Teil Hallensport an. Die über Jahre entstandenen Engpässe konnten mit dem Bau der neuen Sporthalle samt Gymnastikraum überwunden werden. Inzwischen gibt es Dank des Sportvereins und der Volkshochschule ein deutlich breiteres Angebot im Breiten-, Gesundheits- und Seniorensport. Im Zusammenhang mit einem Schulhausanbau wollen wir auch eine neue Einfachschulturnhalle errichten. Die alte Turnhalle ist leider nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren.
In den letzten Jahren wurde die Mehrzweckhalle mit verschiedenen Maßnahmen instandgesetzt. Zuletzt wurde die Prallwand erneuert und ein Aufzug eingebaut, die Tribüne kann nun barrierefrei erreicht werden. Durch die gute Pflege musste der Hallenboden über 40 Jahre lang nicht erneuert werden. Wir befürworten nun den Austausch des Hallenbodens, um Verletzungen vorzubeugen.
Wir wollen auch weiterhin die neuesten Sporttrends beobachten. Bei einem geeigneten Standort sowie Investitions- und Betreiberkonzept würden wir gerne das Freizeitangebot um eine „Padel-Tennisanlage“ erweitern.
Durch Schaffung von neuen Fuß- und Radwegen soll auch das Freizeitangebot in unserem Ort ständig erweitert werden. Wir setzen uns insbesondere für Radwegverbindungen nach Eitelsried und Landsberied ein und wollen die Lücke zwischen Peretshofen und Mammendorf schließen.
Wir bekennen uns klar zum Freizeitpark Mammendorf des Landkreises Fürstenfeldbruck. Durch finanzielles Engagement der VG-Gemeinden und des Landkreises ist es trotz finanzieller Engpässe gelungen, den Freizeitpark Mammendorf zu erhalten. Wir werden die Aktivitäten des Fördervereins auch weiterhin unterstützen. Auf Antrag der Bürgergemeinschaft, konnte zur Verbesserung der Sicherheit entlang des bestehenden Radwegs an der Eitelsrieder Straße eine Straßenbeleuchtung installiert werden.
Unsere leistungsstarke Feuerwehr macht uns stolz! Dabei wird eine vorbildliche und erfolgreiche Jugendarbeit geleistet. Die Gründung der ersten Kinderfeuerwehr im Landkreis ist ein Erfolgsmodell und findet inzwischen mehrere Nachahmer. Die Bereitschaft sich fortzubilden ist nach wie vor groß. Auch in Zukunft werden wir die Freiwillige Feuerwehr mit den erforderlichen technischen Geräten ausstatten, um auch weiterhin eine Spitzenposition im Landkreis einzunehmen. Die Weichen für die nähere Zukunft wurden mit der Beschaffung der neuen Einsatzkleidung und der Entscheidung über die Erneuerung der Schlauchwaschanlage bereits gestellt. Dies bietet auch die Möglichkeit, die interkommunale Zusammenarbeit auszuweiten und entstehende Synergien zu nutzen. Vor den großen Preissteigerungen konnten die in die Jahre gekommenen Löschfahrzeuge durch ein Löschgruppenfahrzeug 20 und ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 ersetzt werden. Bei der Ersatzbeschaffung für die neue Landkreis-Drehleiter wurde unsere Feuerwehr enorm eingebunden. Hier erkennen wir das große Vertrauen und den hohen Stellenwert, den die Feuerwehr bei der Kreisbrandinspektion genießt. Auch bei der Ausgestaltung des neuen Katastrophenschutzzentrums im Gewerbegebiet bringt sich die Mammendorfer Feuerwehr gewinnbringend ein. Hier sind positive Effekte für die Feuerwehr und die Bevölkerung zu erwarten. Den Feuerwehrverein wollen wir auch weiterhin bei seinen vielseitigen und kulturellen Aktivitäten unterstützen.
Seit Jahrzehnten stellt die Bundesstraße 2 eine große Belastung für den Ort und seine Bürgerinnen und Bürger dar. Fast ebenso lange beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Suche nach einer geeigneten Trasse. Die von uns favorisierte Festlegung eines Südkorridors wurde nach sorgfältiger Abwägung mit breiter Mehrheit beschlossen. Sie schafft die größte Verkehrsentlastung und macht gegenüber der Nordvariante einen geringeren Eingriff in die Natur notwendig. Wir sind uns aber bewusst, dass es trotz der Aufnahme in den vordringlichen Bedarf beim Bundesverkehrswegeplan 2030 noch viele Jahre dauern wird, bis Mammendorf eine Umfahrungsstraße erhält.
Geärgert hat uns, dass innerorts der zweite Teil der Bundesstraße noch nicht ausgebaut wurde. Hier wollen wir weiterhin Druck auf das Staatliche Bauamt ausüben. Im Zuge dieser Baumaßnahme soll auch der Geh- und Radweg verlängert werden. Auf Höhe des ehemaligen Gasthauses Schilling konnte bereits eine weitere Querungshilfe für Fußgänger errichtet werden.
Die Gemeindestraßen sind ständig zu kontrollieren und durch Verbesserungen den sich ändernden Verkehrsbelastungen anzupassen. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sind die Ortsverbindungsstraßen Mammendorf – Eitelsried, Mammendorf – Nassenhausen und Aich – Pfaffenhofen auszubauen.
Vor Änderungen von Straßen- und Verkehrsführungen sind die sich ergebenden Verkehrsänderungen zu untersuchen. Durch Maßnahmen dürfen andere Bereiche nicht mehr belastet werden. Im Ort wurden in den Wohngebieten flächendeckend
Tempo-30-Zonen geschaffen. Wir setzen uns für regelmäßige Verkehrsmessungen ein und für die Beschaffung weiterer Geschwindigkeitsanzeigen.
Die Wasserversorgung unserer Gemeinde ist durch die Sanierung des Tiefbrunnens und den Anschluss an die Adelburggruppe mittelfristig gesichert. In den letzten Jahren haben wir mehrere alte Wasserleitungen ausgetauscht. Dies wollen wir kontinuierlich fortsetzen. Der Wasserdruck und die Löschwasserversorgung wurden im gesamten Gemeindegebiet überprüft. Schwachstellen wurden durch die Schaffung von Ringleitungen beseitigt. Durch den Bau einer Druckerhöhungsanlage in Nannhofen sichern wir dort dauerhaft die Löschwasserversorgung.
Der Anteil am Fremdwasser im Kanalnetz ist nach wie vor hoch. Die Schwachstellen im Kanalnetz sind über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. Wir befürworten ein schlüssiges Sanierungskonzept über mehrere Jahre. Aber auch die Gebäudeeigentümer sind mit der Durchführung einer Dichtigkeitsprüfung in der Pflicht.
Derzeit wird an der Kläranlage (technischer Stand aus den frühen 1990er Jahren) eine Generalsanierung in drei Bauabschnitten durchgeführt. Der geschätzte Investitionsaufwand beträgt etwas mehr als 5 Mio. EUR. Da es sich um eine sogenannte kostenrechnende Einrichtung handelt, gibt es für die Finanzierung verschiedene Möglichkeiten. Es können einmalige Verbesserungsbeiträge erhoben werden (Verteilungsmaßstab sind die Grundstücks- und Geschossflächen), die Gebühren können unter Berücksichtigung kalkulatorischer Abschreibungen und Verzinsung entsprechend angehoben werden (Verteilungsmaßstab ist die Wasser-/Abwassermenge) oder eine Kombination aus beidem. Alle Varianten bieten Vor- und Nachteile. Die Bürgergemeinschaft setzt sich für eine Finanzierung komplett über Gebühren ein. Hierbei werden alle „Nutzer“ über den Verbrauch gleichermaßen herangezogen. Dafür spricht auch der äußerst geringe Verwaltungsaufwand.
Die Bürgergemeinschaft hat den Antrag der Gemeinde Hattenhofen auf Anschluss an die Kläranlage unterstützt. Über die interkommunale Zusammenarbeit ergeben sich u. a. Synergien beim Personaleinsatz und den weiteren laufenden Betriebskosten. Die Investitionen werden auf mehrere Schultern verteilt. Momentan werden rd. 65 % der Kapazität der vorhandenen 10.000 Einwohnergleichwerte genutzt. Durch technische Erneuerungen der Kläranlage werden wir effizienter und umweltschonender. Die Stromkosten konnten durch mehrere PV-Anlagen auf den Gebäudedächern bereits deutlich reduziert werden.
Die Gemeinde Mammendorf ist Gründungsmitglied des Zweckverbands „Technische Klärschlammverwertung Amperland“. Angestrebt wird eine großtechnische Lösung zur Phosphorrückgewinnung am Standort Geiselbullach. Wir unterstützen die ökologisch und ökonomisch sinnvollen Lösungsansätze. Bereits durch den derzeitigen Zusammenschluss können am Markt deutlich bessere Preise bei der Klärschlamm-verwertung erzielt werden.
Die Zahl der Urnenbestattungen steigt weiter an. Nachdem es kaum mehr freie Plätze beim Urnenfeld am Friedhof Am Pult gegeben hat, haben wir bereits auf diesen Engpass mit der Errichtung eines weiteren Urnenfelds beim Friedhof am Friedensweg reagiert. Wir wollen die Erkenntnisse des städtebaulichen Entwicklungskonzepts nutzen, um für das Leichenhaus und die Grünanlage am Friedensweg Verbesserungen zu erzielen.
Inzwischen wurde der landkreisweit erste Bestattungswald in Nannhofen eröffnet. Diese alternative Bestattungsform ist eine zeitgemäße Ergänzung zu den bereits vorhandenen kirchlichen und gemeindlichen Friedhöfen. Die Waldfläche ist gut angebunden und dient nun noch mehr der Naherholung.
Auf Vorschlag der Bürgergemeinschaft konnte die Gemeinde für den Bauhof ein Grundstück mit zwei Hallen und Bürotrakt im Gewerbegebiet „Kugelbichl“ erwerben. Die Gebäude befinden sich in einem guten baulichen Zustand. Das Grundstück kann für alle derzeitigen Herausforderungen optimal genutzt werden. Für das Bauhofteam konnten die Arbeitsplatzbedingungen erheblich verbessert werden. Auch für die Wasserversorgung sind nun ausreichend Lager- und Büroflächen vorhanden.
Wir wissen welche vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten vom Bauhof - von der Grünpflege bis zum Winterdienst - zu leisten sind. Wir wollen durch entsprechende technische Ausstattung die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Bauhofs weiter stärken. Durch gezielte Fortbildungen beim Gärtnerpersonal erhoffen wir uns Verbesserungen bei der Grünpflege und der Artenvielfalt.
Durch den Anbau am Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft wurden die fehlenden Büro- und Besprechungsräume geschaffen und vorhandene Engpässe beseitigt. Wir haben nun einen neuen und zeitgemäßen Sitzungssaal und ein attraktives und deutlich größeres Trauungszimmer. Eine moderne Verwaltung sieht sich als Dienstleister am Bürger. Deshalb setzen wir uns auch für den Ausbau des digitalen Service ein. Die Zukunftsthemen können nur mit einer starken Verwaltung bewältigt werden. Dabei werden wir sie weiterhin unterstützen.
Aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukrainekonflikts sind die Ausgaben enorm gestiegen. Die Leistungsfähigkeit der Gemeinde ist aufgrund der Kostensteigerungen bei den durchgeführten Maßnahmen wie den Neubau des Kinderhauses, dem geförderten Wohnungsbau und der Sanierung der alten Schule deutlich eingeschränkt. Trotz leicht steigender Einnahmen konnte diese Finanzierungslücke bisher noch nicht geschlossen werden. Durch Grundstücksverkäufe soll der Schuldenstand reduziert und Rücklagen aufgebaut werden. Durch Gewerbeansiedlungen soll die Gewerbesteuer gestärkt werden. Die Gebühren und evtl. auch die Grundsteuer müssen zur Stärkung des Verwaltungshaushalts angepasst werden. Die Ausgaben müssen künftig noch kritischer hinterfragt werden. Eine Konsolidierung des Haushalts ist notwendig. Trotzdem sollten zukunftsweisende Investitionen weiterhin möglich sein. Dabei wollen wir vor allem die Bauexpertise unserer Kandidatinnen und Kandidaten nutzen, um bei gemeindlichen Vorhaben die Baukosten im Rahmen zu halten. Natürlich stehen auch die Ziele der Bürgergemeinschaft Mammendorf unter dem Finanzierungsvorbehalt.




















